Yip Man

* 1893 in Fatshan, † 1972 in Hong Kong

 

Yip Mans Leben:

Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte er einer wohl habenden Kaufmannsfamilie in Südchina an. Zwischen 1937 und 1941 diente Yip in der Armee und kämpfte gegen die Japaner. Nach dem Japankrieg kehrte er in seine Heimatstadt zurück, musste je doch unter dem darauf folgenden kommunistischen System, wie viele andere Meister, nach Hongkong fliehen.
Dort ging es ihm eine geraume Zeit sehr schlecht, bis ihm von einigen Menschen geholfen wurde und er mit seinen inzwischen 51 Jahren wieder zu unterrichten begann. Seine ersten Schüler und nachher Übungsleiter seiner Schule waren LEUNG SHEUNG, LOK YIU, TSUI SUNG TING, WONG SHUN LEUNG und WILLIAM CHEUNG.
Nachdem seine Schule sehr populär wurde, zog er nach zwei Jahren nach Kowloon um und gründete die erste kommerzielle Wingchun-Schule, die zeitweise auch von BRUCE LEE besucht wurde. 1956 heiratete er, doch seine Frau wurde von seinen Übungsleitern wegen angeblich schlechter Vergangenheit (nach der Aussage von WILLIAM CHEUNG) nicht akzeptiert. Der Meister selbst soll inzwischen drogenabhängig gewesen sein, doch diese Behauptung einiger seiner Schüler lässt sich nicht beweisen und wird von den meisten heutigen Wingchun Experten dementiert (die Gegendarstellung und glaubwürdigere Version lautet, dass der Meister in seinen letzten Lebensjahren Betäubungsmittel gegen Krebs nahm).
Tatsache ist, daßYip Man selbst selten unterrichtete und die Verantwortung in zunehmendem Maß auf seine Übungsleiter übertrug. Manche von ihnen aber stammten aus der Straßenkämp ferszene der Stadt und machten sich zunehmend einen Namen im Milieu.[...]

Yip Mans Wingchun-Schule
Heute steht fest, dass Yip Man - wie es scheint, mit Absicht - die Kontrolle über seine Schule zu verlieren begann. Er ließ seine Übungsleiter gewähren, die sich immer mehr verselbständigten und ein Wingchun unterrichteten, dass seiner Lehre nicht mehr entsprach.
WILLIAM CHEUNG, einer seiner ersten Schüler, behauptet, dass Yip Mans Erbe heute verfälscht und verschleiert wird, doch in Wahrheit haben die Übungsleiter schon zu seinen Lebzeiten seine Anweisungen nicht mehr befolgt. Dies veranlasste den menschlich sensiblen Meister, sich zurückzuziehen.
Sicher ist, dass Yip Man ein großer Meister des Wingchun war, dass er aber aufgrund von Zweifeln an der Ehrlichkeit seiner Schüler den entscheiden den Rückzug gemacht hatte, bevor er seine gesamte Lehre übertragen konnte.
Tatsächlich gab es 6 Schüler, die von Yip Man persönlich unterrichtet wurden, während heute viele Wingchun-Instruktoren behaupten, seine Erbschaft angetreten zu haben. Aus zuverlässigen Berichten weiß man, dass Yip Man mit der Übertragung seines Kampfkunstkonzeptes auf manchen Widerstand seitens seiner Übungsleiter gestoßen ist, die in vielen Fällen praktische Straßenschläger- und Boxtechniken in den Stile einbauten.
Bereits in fortgeschrittenem Alter soll er daher einzig Leung Ting. einen jungen Schüler, in seine letztendlich reife Kampfkunstauffassung eingeweiht haben, die sich von den verselbständigten Varianten seiner etablierten Übungsleiter unterschied. Von Yip Man sagt man, er sei ein gebildeter Mensch gewesen, der Kung Fu als reine kämpferische Disziplin verabscheute. Manche behaupten, er liebte Fußballspiele und die chinesische Oper. Gegen Kampfkunstexperten und die in den Kampfkünsten übliche Ignoranz hatte er große Vorbehalte und zog sich gewöhnlich zurück. Sei persönlicher Hang zur Perfektion und seine Enttäuschung über die schlechte Haltung vieler seiner Schüler machten ihn für viele Menschen suspekt, und daher hatte er nur sehr wenige Freunde. Im Mai 1970 beendete Yip Man seine Laufbahn als Kampfkunstinstruktor endgültig und übertrug seine Position als Cheftrainer der Hongkong VTAA an seinen letzten Schüler LEUNG TING. Am 2. Dezember 1972 starb er vereinsamt im Alter von 79 Jahren an Kehlkopfkrebs.

(Quelle: Das Lexikon der Kampfkünste, Werner Lind)

 

 

 

Bruce Lee

* 1940 in San Fransisco, † 1973 in Hong Kong

 

Die grundlegende Theorie von Yin und Yang in der Kunst des Kung Fu
von Bruce Lee (Übersetzt von K.R. Kernspecht)


Ich glaube, dass der Leser großen Nutzen aus dieser chinesischen Lebensanschauung ziehen wird. Höchstwahrscheinlich werden sich sogar die Techniken des Kung Fu- Kämpfers (egal welcher Stil) erheblich verbessern. Die Struktur des Kung Fu gründet sich auf die Theorie des Yin & Yang, ein Paar von sich gegenseitig ergänzenden Kräften, die unentwegt in diesem Universum tätig sind. Diese chinesische Lebensanschauung kann auf alles Mögliche angewandt werden, aber hier interessieren wir uns nur für die Beziehung von Yin/Yang zur Kung Fu-Kunst. Der schwarze Teil des Kreises wird Yin genannt. Yin kann bezeichnet im Universum so verschiedene Dinge wie: Negatives, Passivität, Sanftheit, Zartheit, Zärtlichkeit, Nichtvorhandensein, Weibliches, Mond, Dunkelheit, Nacht usw. Der übrige (ergänzende) Teil des Kreises ist Yang. Yang repräsentiert Positives, Aktivität, Festigkeit, Härte, Greifbares, Männliches, Sonne, Helligkeit, Tag usw.. Viele Leute machen den Fehler, das Yin/ Yang-Symbol für dualistisch zu halten, etwa so, als wäre Yang das Gegenteil von Yin und umgekehrt. Solange, wie wir diese "Einheit" teilen (in Yin und Yang) werden wir nichts erreichen. Tatsächlich haben alle Dinge ihren komplementären (ergänzenden) Teil. Es ist nur der menschliche Geist, der die Dinge in ihre Gegensätze teilt. Die Sonne ist nicht das Gegenteil des Mondes, sie ergänzen sich und hängen von einander ab, so dass wir nicht ohne einen der beiden überleben können. Auf eine ähnliche Art und Weise ist der Mann nur die Ergänzung der Frau. Denn ohne Mann, wie sollte man da wissen, was eine Frau ist. Die "Einheit" von Yin/Yang ist eine Lebensnotwendigkeit. Wenn ein Fahrradfahrer vorankommen will, kann er nicht auf beide Pedale zur gleichen Zeit treten oder etwa gar nicht treten. Um voranzukommen, muss er auf ein Pedal treten und das andere freilassen. So erfordert ein Vorankommen die "Einheit" von Pedal-Treten und Pedal-Freilassen. So ist das Treten nur möglich, wenn das andere Pedal losgelassen wird. Das eine ist die Ursache des anderen. Im Yin/Yang-Symbol gibt es einen weißen Fleck im schwarzen Teil und einen schwarzen Fleck im weißen Teil. Dies soll die Balance, die Ausgewogenheit im Leben darstellen. Nichts Extremes, sei es negativ oder positiv, kann auf Dauer überleben. Deshalb muss sich Härte in Weiches kleiden (Unterarme wie Bleirohre umwickelt mit Watte. Anm. des Herausgebers) und Weiches hinter Härte verbergen. Deshalb soll ein Kung Fu-Mann elastisch wie eine (Stahl)Feder sein. Der starre Baum kann leicht gebrochen werden, während z.B. Bambus sich mit dem Wind biegt. Deshalb muss man im Kung Fu, oder jedem anderen System, weich sein, aber nicht völlig nachgeben. Sei fest, aber nicht hart. Und wer stark ist, soll seine Stärke mit Sanftheit umkleiden. Denn wo keine Weichheit mit der Festigkeit ist, da ist keine wahre Stärke. Wer seine Festigkeit hinter Weichheit verbirgt, dessen Abwehr kann nicht durchbrochen werden. Dieses Prinzip der Mäßigung ist uns ein guter Schutz zur Selbsterhaltung. Lasst uns die Einheit von Yin/Yang überall erkennen, dann geraten wir nicht in Gefahr in Extreme zu fallen. Selbst wenn wir dann zu einem Extrem neigen, sei es negativ oder positiv, werden wir nicht daran kleben (ding), sondern einfach "mitfließen" (flow), um es (das Extrem) ständig zu kontrollieren. Dieses "Mitfließen" ohne daran zu kleben, ist der wahre Weg, um sich davon (vom Extrem) zu befreien. Wenn ein Kung Fu-Mann die Theorie des Yin/Yang ganz verstanden hat, dann macht er sich keine Gedanken mehr über "Weichheit" oder Härte, er handelt dann einfach so, wie es die Situation erfordert. Dann sind alle konventionellen Formen oder Techniken unwichtig, seine Bewegungen sind dann ganz natürlich und einfach. Er muss dann keine Geister oder innere Kräfte zu Hilfe rufen oder sich auf den Kampf einrichten, wie so viele andere Meister. Seine Beschäftigung mit der Kampfkunst mündete schließlich in Einfachheit, und nur halb-gebildete Menschen haben es nötig anzugeben.

(Quelle WT-Welt 4, Übersetzung: K.R. Kernspecht)

 

 


GGM Leung Ting

"Closed door student" des Yip Man und Begründer des Leung Ting-WingTsun-Systems



Leung Ting, wie ich ihn kenne. Von Yung Sing Yip

Nicht kleinkariert
Leung Ting ist nicht engstirnig und nicht nachtragend. Viele, die Streit und Ärger mit ihm hatten, wurden später seine besten Freunde. Er ist immer bemüht, die Probleme schnell und effektiv zu lösen, ohne den Einzelheiten zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Grosse Probleme elegant zu lösen, ist Leung Tings Stärke. Dass dabei gelegentlich Detailfragen auf der Stecke bleiben, liegt in der Natur der Sache.

Was jedoch die Regeln in seinen Schulen betrifft, so zeigt sich Leung Ting hier sehr streng und unbeugsam. "Der Übeltäter muss bestraft werden!" entschied er, als er einen hochgraduierten Schüler, der vorsätzlich gegen die Statuten verstossen hatte, von der Schule verwies. Er bedauerte die Entscheidung sehr, aber "wie kann ich meine zahllosen Niederlassungen in der Welt kontrollieren, wenn ich es einem einzelnen Schüler erlaube, ungehorsam zu sein?"

Gewissenhafter Lehrer
Weshalb hat Sifu Leung Ting so viele zufriedene Anhänger überall auf der Welt? Dies ist das Geheimnis seines Erfolges: "Wenn du deine Schüler verantwortungsbewusst und gewissenhaft und so gut wie möglich unterrichtest, werden sie immer dankbar und zufrieden sein."

Andererseits achtet Sifu Leung Ting sehr auf das Benehmen, die Einstellung und die Moral des Schülers: Nicht jeder findet deshalb Aufnahme in seiner Schule, und mancher musste sie verlassen, weil er sich nicht an die Spielregeln hielt. Dennoch leben seine Schüler nicht in "Furcht und Schrecken vor ihrem Meister" wie man es ins so vielen Kung-Fu-Filmen sieht.

Der ehrgeizige Junge
Leung Tings Vergangenheit ist ähnlich bunt wie seine Gegenwart. Schon im Alter von vier Jahren zeigte sich sein brennender Ehrgeiz. Schon damals zeichnete er leidenschaftlich gerne, und zum Leidwesen seiner Eltern verzierte er die Wände des Hauses mit dem Abbild eines riesigen Kriegsschiffes mit Kanonen, Flugzeugen und Schornsteinen.

Als Kind war er schwächlich, aber sehr lebendig. Er konnte niemals still sitzen. Und obwohl seine schulischen Leistungen recht ordentlich waren, wurde er bald als Unruhestifter bekannt. "Bei den Lehrern war ich nicht sehr beliebt," erinnert sich Leung Ting, "und einige kräftige Schüler fanden Gefallen daran, mich zu quälen. Ich konnte sie nicht besiegen und wurde nach der Prügelei auch noch vom Lehrer bestraft."

Durch diese - wie er meinte - ungerechte Behandlung entstand sein Wunsch, die Kunst des Kämpfens zu erlernen, um wie ein Ritter das Böse zu bekämpfen und für die Gerechtigkeit einzutreten. So wurden die Helden vieler Kung-Fu-Filme zu Vorbildern des jungen Leung Ting. Am meisten bewunderte er den "Affenkönig", den Phantasie-Helden des Romanes "Adventures of the Monkey". An ihm gefiel ihm besonders dessen Können und seine Frechheit in der Episode "Making a mess of the Heavenly Palace" sowie dessen Vertrauen auf seinen Meister auf die Art und Weise, wie der Affenkönig seinen Herrn beschützt und 72 verschiedene Masken annehmen kann: Aber zu schnell waren seine Kinderjahre vorbei, und erst mit 13 Jahren sollte Leung Ting Gelegenheit haben, von einem Kung-Fu-Meister zu lernen.

Vergebliche Hilfe
Eines Abends ging Leung Ting mit seinem Freund und dessen Cousin spazieren. Der Cousin bekam Streit mit einer jugendlichen Strassengang, die in grosser Überzahl über ihn herfiel. Leung Tings Gerechtigkeitssinn liess es nicht zu, dass so viele einen einzelnen quälten. Deshalb kam er ihm zu Hilfe und stürzte sich mutig auf die zwanzig oder mehr Angreifer. Später bereute er diese gutgemeinte Hilfeleistung sehr, denn während er verhauen wurde, hatten sich seine Freunde klug zurückgezogen. Dennoch war dieses Ereignis entscheidend für Leung Tings frühen Entschluss, ein Wing-Tsun-Meister zu werden.

Leung Ting hatte nämlich zwei Onkel mütterlicherseits, die beide im WingTsun Kung Fu geschult waren und stattliche Kampferfolge zu verzeichnen hatten. Vergeblich hatte der Junge von ihnen Unterricht erbeten. Sein Vater wollte nicht, dass der "ungezogene Ting" auch noch Ausbildung im Kämpfen erhalten sollte.

Kung Fu - oder Schullehrer?
Im ersten Jahr am Baptist College hatte Leung Ting viel studienfreie Zeit. Deshalb war er schon kurz davor, die Stelle eines Abendschullehrers anzunehmen, als ihm einer seiner jüngeren Kung-Fu-Brüder vorschlug, doch Kung-Fu-Unterricht an eine Gruppe von Studenten gegen Bezahlung zu erteilen. Leung Ting sagte zu und dies sollte der Wendepunkt seines Lebens werden: In weniger als einem Monat hatte er zehn Schüler und nach vier Monaten unterrichtete er eine grosse Klasse. Somit war er in der Lage, eine eigene Schule aufzumachen. Allerdings war diese "Schule" schäbig genug; sie wurde mit Hilfe der Schüler in eigener Arbeit auf dem Dach eines der Häuser errichtet, die Leung Tings Vater gehörten. Egal, Leung Ting war sehr stolz darauf, denn "Wir haben alles aus eigener Kraft geschafft, ich habe keinen Cent von meinem Vater genommen."

Die Grosse Kung-Fu-Show
Im Dezember 1969 veranstaltete Leung Ting auf dem Gelände des Baptist College eine "WingTsun Kung Fu-Show & Tournament". Diese Veranstaltung war dreifach bedeutungsvoll. Erstens war es die erste öffentliche Wing-Tsun-Veranstaltung, seit Grossmeister Yip Man das Wing-Tsun-System in Hongkong eingeführt hatte. Zweitens zeigten die Teilnehmer, die alle Leung Tings Schüler waren, ein beachtenswertes technisches Niveau. Drittens war diese Veranstaltung insofern einzigartig, als dass Grossmeister Yip Man zum ersten und einzigen Mal einer Kung-Fu-Show beiwohnte, die von einem seiner Schüler veranstaltet wurde.

Bald darauf wurde Leung Ting zum Cheftrainer (Chief Instructor) der Kung-Fu-Klasse der "Ving Tsun Athletic Association" ernannt, die Yip Man in Leung Tings Hände übergab. Daraufhin konnte sich Yip Man vom Unterricht zurückziehen.

Im Mai 1970 zog die Ving Tsun Athletic Association um und Leung Ting übernahm die alten Räumlichkeiten, für seine eigene Schule, das "WingTsun Leung Ting Martial Art Gymnasium". Von 1970 bis 1971 verwandte Leung Ting all seine Kraft und Energie darauf, WingTsun Kung Fu überall bekanntzumachen. Er veranstaltete Demonstrationen, erschien im Fernsehen, gab Radio- und Zeitungs -Interviews und schickte seine Schüler zu den verschiedensten Wettkämpfen. Mit Hilfe seines jüngeren Kung Fu-Bruders Cheng Chuen Funs, seiner leiblichen Brüder Leung Lap, Leung Koon, Leung Tuen und anderer Meisterschüler gelang es ihm, Wing-Tsun-Klassen in verschiedenen öffentlichen Institutionen zu eröffnen. Auf diese Weise konnte WingTsun einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Als Resultat dieser Öffentlichkeitsarbeit kamen grosse Scharen von Interessierten in Leung Tings Unterricht. Einen unangenehmen Nebeneffekt brachte dieses gewaltig gestiegene Interesse an WingTsun aber leider auch mit sich: Missverständnisse und Missgunst von seiten der Kollegen.

Missverständnisse
Leung Ting hatte nur das Beste für Yip Mans Kampfkunst erreichen wollen und sich deshalb zum Vorstreiter und Advokat dieses Stiles gemacht. So trafen ihn Gerüchte, Missverständnisse und Neid aus Kollegenkreisen besonders. Um jeden weiteren Ansatzpunkt für Probleme zu vermeiden, gab er sogar seine Position in der Ving Tsun Athletic Association auf und konzentrierte sich nur noch auf seine eigene Schule. Dies war auch der Zeitpunkt, wo Leung Ting sein eigenes Unterrichtssystem "WingTsun" (WT) zu schreiben begann, im Gegensatz zu "Wing Chun" (WC) oder "Ving Tsun" (VT). Bald wurde diese Schreibweise zum registrierten Markenzeichen seiner eigenen Schule.

Leung Ting konzentrierte jetzt all seine Energie auf seine eigene Schule. Trotz steigender Monatsbeiträge nahm die Schülerzahl ständig zu, so dass mehr als zehn verschiedene Klassen eingerichtet werden mussten. Und dann hatte Leung Ting wieder eine historische Idee: Die Einführung der ersten Klasse nur für Mädchen!

Im Winter des Jahres 1972 starb Grossmeister Yip Man. Und obwohl Leung Ting seine Stellung als Chefinstrukteur der Ving Tsun Athletic Association niedergelegt hatte, neideten ihm immer noch viele Kollegen seinen Erfolg. Leung Ting jedoch unternahm nichts in dieser Sache, immer getreu seinem Motto: "Das kommt schon von selbst wieder in Ordnung."

Von 1973 bis 1974 gründete Leung Ting mehrere Niederlassungen in Hongkong. Aber dann gab es Schwierigkeiten finanzieller Art, z.B. die ins astronomische steigenden Mieten in Hongkong, die Regression an der Börse. Die Schüler hatten weniger Geld, so dass auch die Schulen davon betroffen wurden und viele schliessen mussten. Das Hauptquartier jedoch florierte dessen ungeachtet aufgrund von Leung Tings eigenem guten Management und Unterrichtsmethode. Im Juli 1973 wurde die "WingTsun Leung Ting Martial Art Association" behördlich registriert. Als immer mehr hochgraduierte Schüler Leung Tings im Ausland Niederlassungen errichteten, wurde dieser Titel 1975 in "International WingTsun Leung Ting Martial Art Association" umbenannt.

WT wird international
1974 baten einige Schüler, die im Ausland tätig waren, Leung Ting um Leistungszeugnisse, die sie benötigten, um in Übersse Schulen eröffnen zu dürfen. Nach vielen Diskussionen und Konferenzen wurde ein Graduierungssystem ins Leben gerufen und ein Prüfungsausschuss für Lehrergrade bestimmt. Dies war in der Tat ein besonders mutiger Schritt von Leung Tings Verband, denn vorher gab es in der chinesischen Tradition niemals so ein systematisches Graduierungssystem. Viele Kollegen verspotteten diese Neuerung, die durch die weltweite Verbreitung des WingTsun nötig wurde, deshalb auch als "Unsinniges karate-ähnliches Graduierungssystem", das nur die Aufgabe hat "die Leute zu blenden."

Trotz aller Kritik haben die Urkunden der int. WingTsun Leung Ting Martial Art Association heute in fünf Staaten sogar rechtlichen Status. In 16 weiteren Ländern werden sie als Nachweis für die Qualifikation zum Kung-Fu-Lehrer anerkannt. Die Entwicklung hat gezeigt, dass auch diese Massnahme Leung Tings sich als richtig und nötig erwiesen hat.

Der Nachfolger-Streit
Neben der Leitung seiner Schulen war Leung Ting auch noch damit beschäftigt, zwei seiner Freunde bei der Herausgabe eines internationalen Kung-Fu-Magazins "Real Kung Fu" behilflich zu sein. Leung Ting schrieb viele Artikel für dieses Magazin. Besonders erwähnenswert ist seine technische Serie "Seeds of the Wing Tsun-System" (Erschien im 1. Deutschen WT-Buch "WingTsun Kung Fu" 1976), die auch im "New Evening Daily" und im "New Martial Art-Magazine" in Hongkong und Asien abgedruckt wurde. Diese journalistische Tätigkeit Leung Tings verursachte Neid und Unzufriedenheit bei den Herausgebern zweier ähnlicher Kampfkunst-Magazine, die fürchteten, Leser an "Real Kung Fu" zu verlieren.

Als Leung Ting im Herbst 1976 seine deutsche Niederlassung besuchte, erhielt er einen Brief von dem Hongkonger Fernsehsender "Rediffusion Television". Er sollte ein Kung-Fu-Programm (eine Serie) erstellen. Leung Ting machte eine Menge Reklame für die neuen Fernsehserie, der er den Titel "Real Kung Fu" ("Echtes Kung Fu") gab. Als ihn ein Reporter eines Unterhaltungsmagazines interviewte, vergass Leung Ting, diesen über seine genaue Position innerhalb des Stiles von Grossmeister Yip Man zu informieren.

Am nächsten Tag erschien sein Foto auf der Titelseite mit der Bildunterschrift "Oberhaupt des ganzen Stiles von Grossmeister Yip Man." Nun Falschmeldungen und Entstellungen in der Presse sind heutzutage keine Seltenheit; sie werden in der nächsten Ausgabe berichtigt. Diese Falschmeldung war aber ein gefundenes Fressen für einige von Leung Tings Kollegen und Konkurrenten. Und auch die beiden oben erwähnten Magazin-Herausgeber sahen hier ihre Chance, es Leung Ting heimzuzahlen! Zahlreiche Zeitschriften berichteten auf der Titelseite über den "Nachfolger-Streit" (Nachfolger von Yip Man), aber nur wenige Leute lasen die Berichtigung der Falschmeldung. Aber dieser "Zeitungskrieg" war nur der Anfang. Der Höhepunkt der Fehde sollte eine Pressekonferenz zum "Nachfolgerstreit" werden, auf der Leung Tings Widersacher und deren Kung-Fu-Freunde die Verfehlungen Leung Tings anprangern wollten.

Aber einen Tag vor dieser Konferenz rief Leung Ting mit Unterstützung des Fernsehens und des Herausgebers der Zeitung, die die Falschmeldung gebracht hatte, selbst zu einer "Pressekonferenz zur Klärung des Nachfolger-Streit". Er wies darauf hin, dass das Ganze inszeniert war, um seinem Ruf zu schaden, und dass die meisten Kung-Fu-Leute, die gegen ihn aussagten, beeinflusst und angestiftet waren von den wahren Drahtziehern, die in Wirklichkeit Leung Tings Fernsehserie übernehmen wollten. Er habe aber seine Lehren aus dem Vorfall gezogen und wisse nun, wo seine wahren Freunde stünden und was er von einigen zu halten habe, die sich bisher für seine Freunde ausgaben. Der "Nachfolger-Streit" brachte Leung Ting am Ende mehr Ruhm als Schaden. Seine Fernsehserie "Real Kung Fu", in der er zahllose Kung-Fu-Meister, die den beiden grössten chinesischen Kung-Fu-Verbänden angehörten, vorstellte, war bald in aller Munde.

Zugang zur Welt des Films
Als Nebenprodukt dieses hohen Bekanntheitsgrades strömten jetzt um so mehr neue Schüler in Leung Tings Kung-Fu-Schulen und lernten WingTsun.

Ausserdem wurde jetzt die Filmwelt auf Leung Ting aufmerksam. Kurz nach dem "Nachfolger-Streit" sicherte sich Chang Chieh, der berühmte Direktor des Shaw Brothers Film-Studios, die Mitarbeit Leung Tings. Im Sommer 1977 stellte Chang Chieh auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz Leung Ting der Öffentlichkeit als neuen "Kung Fu-Action Director" der Shaw Brothers vor. Auf diese wundersame Weise gelangte Leung Ting der Sprung von der Kampfkunst- in die Filmwelt.

Zurück zur Lehrtätigkeit
Obwohl Leung Ting in seiner neuen Tätigkeit sehr erfolgreich war, war dies doch nichts, was ihn hauptberuflich ausfüllen konnte. Nachdem er seinen sechsten Film beendet hatte, wandte er sich nach einem Jahr wieder ausschliesslich seinen Schulen zu und reiste zwei Monate nach Europa, um seine Niederlassungen zu besuchen.

Nachdem er Gelegenheit hatte, sich im schönen Europa zu entspannen und zu besinnen, und als er die grosse Schar seiner begeisterten Anhänger sah, erkannte Leung Ting ganz klar, wo sein eigentliches Betätigungsfeld lag: Im Unterrichten.

Zurück in Hongkong setzte er sich über seine Manuskripte und Aufzeichnungen und ruhte nicht eher, bis sein Meisterwerk "WingTsun Kuen" Ende 1978 frischgedruckt vor ihm lag. Es war das erste umfangreiche Werk über einen spezifischen Kampfstil in englischer Sprache.

Weltweites Kung-Fu-Imperium
"WingTsun Kuen" machte Leung Ting nicht nur zu einem vermögenden Mann, sondern es machte ihn auch überall auf der Welt bekannt. Tausende von Bewunderern schrieben ihm, seine Niederlassungen überall auf der Welt erhielten enormen Zulauf.

Die International WingTsun Leung Ting Martial Art Association nahm ebenso einen Aufschwung wie die Verkaufszahlen des "WingTsun Kuen", das 1984 in der siebten verbesserten Auflage erschien. Zu den ursprünglichen sieben WingTsun-Ländern Deutschland, Dänemark, Neuseeland, Grossbritannien, Österreich, Schweiz und Jugoslawien kamen jetzt immer mehr hinzu. U.a. Griechenland, Italien, Spanien, Philippinen, USA, Polen, Ägypten, Schweden, Afrika usw., usw.. Dabei sind die Dunkelziffern mit Sicherheit ebenso hoch; immer wieder tauchen Fotos und Zeitungsberichte auf, aus denen ersichtlich wird, dass Leung Tings WingTsun (mit Hilfe des "Wing Tsun Kuen") irgendwo auf der Welt in einem Club oder privat notdürftig praktiziert wird.

In all diesen Ländern gibt es grundverschiedene politische Ansichten und Lebensgewohnheiten, Rassen und Sprachen. Aber wenn diese Leute in Leung Tings Schulen zum Unterricht kommen, unterwerfen sie sich alle den gleichen Regeln. Nach uralter chinesischer Tradition verbeugen sie sich zuerst vor dem Bilde des verstorbenen Grossmeister Yip Man, vor dem Bild Leung Tings, des Grossmeisters ihres Wing-Tsun-Systems, bevor sie ihren persönlichen Meister, Lehrer oder Ausbilder grüssen. Auf diese Weise vermittelt Leung Ting nicht nur chinesisches Kung Fu, sondern auch ein Stück Einsicht in die chinesische Kultur.

Bei über 60 Wing-Tsun-Ländern, die sich über alle Kontinente erstrecken, ist es klar, dass Grossmeister Leung Ting öfter im Ausland ist, als in Hongkong, wo ihn seine chinesischen Schüler seltener zu sehen bekommen, als etwa seine europäischen oder amerikanischen. Weshalb ihn seine ausländischen Anhänger immer wieder einladen? Auf diese Frage eines Reporters antwortete Leung Ting: "Haben Sie schon einmal einen Süchtigen erlebt? Jetzt wissen Sie, weshalb ich ständig reisen muss!"

Der Aufbau der International WingTsun Martial Arts Association
Leung Ting, der Gründer der "WingTsun Leung Ting Martial Arts Association", begann 1967 noch als Amateur Kampfkunst zu unterrichten. Im Mai 1970 eröffnete er eine gutausgestattete Schule und machte den Unterricht zu seinem Hauptberuf.

Mit Hilfe seiner Kung-Fu-Brüder, Freunde und Anhänger wurde am 24. Juli 1973 die WingTsun Leung Ting Martial Arts Association ins Leben gerufen. Eigentlich lautet der ganze Name, der eingetragen wurde, "WingTsun Leung Ting Martial Arts Association & Leung Ting Gymnasium". Die WingTsun Leung Ting Martial Art Association stellt so etwas wie einen Mantel dar, der den wichtigen Inhalt, das Leung Ting Gymnasium (die Schule selbst), schützend umhüllt.

Diese beiden Einrichtungen können separat auftreten, funktionieren aber besonders wirkungsvoll, wenn sie zu einer einzigen Organisation verschmelzen.

Die Funktionen beider Institutionen unterscheiden sich stark voneinander. Die Association (Verband) ist eine offene Organisation, die horizontal expandiert. Alle Mitglieder haben den gleichen Status. Sie wählen ein Komitee, das die Geschäfte des Verbandes führt. In Hongkong kann jeder Mitglied werden, der grösste Teil der Mitglieder kommt natürlich aus dem Gymnasium (aus der WT-Schule). Denn die Regeln der Schule verlangen, dass jeder, der in der Schule lernen will, erst in die Association (Verband) eintreten muss. Während also alle WT-Treibenden Verbandsmitglieder sein müssen, gibt es dennoch eine Reihe von Personen, die zwar keine Wing-Tsun-Kampfkunst betreiben, aber trotzdem dem Verband angehören.

Auch soll dadurch verhindert werden, dass der Qualitätsstandard des WingTsun sinkt. Deshalb wird das Prüfungs- und Graduierungswesen sehr streng durch Vorschriften kontrolliert. Um ein hohes Niveau zu halten, zieht es die Schule vor, höhere Graduierungen selten zu vergeben bzw. längere Vorbereitungszeiten zu fordern.

Hohe Anforderungen stellt die Schulorganisation an die Qualifikation von Lehrern, die eine eigene Schule eröffnen wollen. Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass der Schulbesitzer einen Lehrergrad besitzt, aber die Lehrer an dieser Schule (nicht Gruppe) müssen mindestens den 2. Technikergrad besitzen. Das heisst, es ist möglich, dass ein Schulbesitzer, der selbst nicht WT-Lehrer ist, einen qualifizierten Lehrer beschäftigt.

Für alle WT-Schulen auf der ganzen Welt gelten die Regeln, die das internationale Hauptquartier in Hongkong aufgestellt hat.

Jede Vertretung der WT-Schulen auf der ganzen Welt muss ein grosses Foto von Grossmeister Yip Man an der Wand der Unterrichtshalle anbringen. Links daneben ist der Platz für das Bild von Leung Ting, rechts davon für das Bild des direkten Schülers von Leung Ting, der diese Schule leitet bzw. betreut. Nicht fehlen darf die Anerkennungs-Urkunde des internationalen Hauptquartiers in Hongkong sowie die Graduierungsurkunde des Lehrers in chinesischer, englischer und in der Sprache des jeweiligen Landes. Alle Wing-Tsun-Lehrer-Graduierungen die durch die IWTMAA anerkannt werden, werden im Hongkonger Hauptquartier geführt, so dass diesbezügliche Anfragen von Interessierten beantwortet werden können. Dadurch soll verhindert werden, dass Schwindler sich der Titel unseres Verbandes bemächtigen.

 

 

GM Keith R. Kernspecht

Begründer und Leiter der EWTO



Keith R. Kernspecht ist der Cheftrainer und Gründer der EWTO, eines kommerziellen Verbandes von Schulen der chinesischen Kampfkunst Wing Chun. Er verwendet dabei die von ihm in Europa rechtlich geschützte Marke Wing Tsun, die sein Lehrer Leung Ting weltweit geschützt hatte. Er ist einer der höchstgraduierten WingTsun-Meister im Graduierungssystem von Leung Ting, welches von der EWTO übernommen wurde.

CV:
Gymnasiallehrer und Universitätsbeauftragter für Sprachen und Pädagogik
Keith R. Kernspecht wurde 1945 geboren, machte sein Abitur am Abendgymnasium und studierte moderne und klassische Sprachen sowie Philosophie und Rechtswissenschaften. Er arbeitete zunächst als Dolmetscher und wurde dann Polizeibeamter. Später war er acht Jahre als Lehrer an einer Wirtschaftsoberschule tätig. Weitere Unterrichtserfahrungen sammelte er bei einer Justizvollzugsanstalt und bei der NATO. Mehrere Jahre lang erfüllte er einen Lehrauftrag an der Universität Kiel für Englisch.

Kampfkunst seit Ende der 50er Jahre
Ende der fünfziger Jahre begann er mit dem Studium der verschiedenen westlichen und östlichen Kampfmethoden wie z.B. Freistilringen, Catchen, Ju-Jitsu, Judo, Kempo, Shaolin Kung Fu, Shotokan und Wado Ryu-Karate, Kobudo (Waffen), Taekwon-Do, Aikido, Escrima (philippinischer Schwer-, Stock- und Messerkampf). Kurzzeitig arbeitete er als Berufsringer. Im Escrima erhielt er den 3., im Kempo den 2.Grad. Sein Freund S. Supasturpong machte ihn mit den thailändischen Kampfkünsten bekannt. 1967 gründete er den Budo-Zirkel e.V. in Kiel , der sich neben Kempo, Shotokan-Karate und Ko-Budo als der vielleicht erste deutsche Kampfsportverein auch dem chinesischen Kung Fu widmete. In den Chinavierteln europäischer Metropolen (unter anderem in England) kam er mit Wing Chun-Stilen in Berührung. 1975 lud er den höchsten chinesischen WingTsun (WT) -Meister, Leung Ting, nach Deutschland, von dem er seitdem jedes Jahr mehrere Monate Privatunterricht erhält. Seitdem ist er der Leiter und Cheftrainer der deutschen und der europäischen Sektion des chinesischen WT-Dachverbandes.

Einer der zwei höchstgraduierten WingTsun-Lehrer der Welt
Mit dem 10. Meistergrad (Europa) im WingTsun ist Kernspecht nicht nur der höchste nicht-chinesische Meister, sondern auch einer der zwei höchstgraduierten WingTsun-Lehrer der Welt. Internationale Fachzeitschriften nannten ihn den "Vater des WingTsun in Europa" und wegen seines Erfolges den "Kaiser of Kung Fu" (Black Belt, USA).

Die Bruce Lee-Schule
Zur Vervollständigung seines Wissens studierte er von 1979 bis 1981 in USA und Deutschland die Lehre Bruce Lees (später Jeet Kune Do genannt). Er trainierte zu diesem Zweck mit den beiden ersten und kampfstärksten Schülern Bruce Lees.

WT-Cheftrainer für Europa
Als WT-Cheftrainer für Europa und im Auftrage seines Lehrers, Grossmeister Leung Tings, gründeten und betreuen K. Kernspecht und seine Instruktoren ca. zwanzig europäische Länder. Allein in Deutschland gibt es inzwischen mehr als 1500 WT-Ausbildungsstätten. Die Mitglieder werden durch regelmässige Lehrgänge, Rundschreiben und eine eigenen Fachzeitschrift, die WingTsun-Welt, versorgt.

Gastprofessor für Pädagogik und Sportwissenschaften
Obwohl K. Kernspecht noch an sechs Tagen in der Woche täglich an vier bis sechs Stunden selbst unterrichtet, findet er noch die Zeit, als Gastprofessor an ausländischen Universitäten zu lehren und sich international für WingTsun und die Kampfkunst überhaupt einzusetzen. Er gehört unter anderem folgenden renommierten Verbänden an:


In Hongkong bzw. Republic China:
International WingTsun Martial Art Association (Ehrenpräsident)
Yip Man Martial Art Association (Direktor und Vertreter für Deutschland)
Ving Tsun Athletic Association (Direktor auf Lebenszeit)
Int. Chinese Martial Art Federation (Ehrenvorsitzender)
Chung Wah Martial Arts Athletic Association (Mitglied)

In USA oder Europa:
Philippine Matial Arts Society (Deutscher Vertreter und Leiter)
World Martial Arts and Physical Education Association (Mitglied)
World Martial Arts Instructors Council (Mitglied)
Budo Zirkel e.V. (Ehrenvorsitzender)


Seit zwanzig Jahren ist Keith Kernspecht mit seiner Frau Sigrun, einer Bildhauerin, zusammen, die ebenfalls das WT-System von Grossmeister Leung Ting erlernt hat und ihren Mann auf seinen ständigen Reisen begleitet. Beide sind öfter im Dienstwagen unterwegs als zu Hause.

Gemeinsames Hobby
Wenn sie nicht in Sachen WT unterwegs sind, teilen sie sich ein rostiges Hobby, sie restaurieren und fahren seit 1970 klassische Sportwagen und Motorräder.
Fürs Spachteln, Schrauben und leider auch Klassiker-Fahren haben Keith und Sigrun Kernspecht aber jedes Jahr weniger Zeit. Denn Die Zahl der WT-Schulen, die sie in Europa regelmässig betreuen müssen, wird immer grösser.

 

 

DaiSifu Rainer Tausend



Sifu Rainer Tausend hat 1977 mit WingTsun begonnen, er ist z.Z. Inhaber des 7 Meistergrades WT. Er ist Cheftrainer für Irland und leitet z.Z. WT Schulen in St. Wendel, Neunkirchen, Ottweiler, Illingen, Merchweiler, Annweiler, Merzig, Wittlich, Herxheim.

Sifu Rainer Tausend führt regelmäßig (2-3 mal im Jahr) Lehrgänge & Prüfungen in den Kampfkunstschulen von Sifu Hubert Werner durch.

Seit Januar 1999 ist Hubert Werner Privatschüler von Rainer Tausend.

 

Sifu Hubert Werner

 

1976-1990 Taekwon Do und Hapkido
1983 Boxen ESG
1987-1990 Wettkämpfe im Taekwon Do Vollkontakt
seit 1987 Wing Tsun (EWTO)
seit 1989 Escrima
seit 1992 Lehre ich eigenverantwortlich Wing Tsun


Im April 1996 habe ich den 1. Lehrergrad im Wing Tsun , nach einer mehrtägigen Prüfung von meinem Si-Fu Keith Ronald Kernspecht, verliehen bekommen.

Seit Anfang 1998 bin ich Schulleiter der WT Kampfkunstschule in Eschweiler und seit 1999 der WT Kampfkunstschule in Aachen-West, beides in dem Verband der EWTO. Einige meiner Schüler arbeiten bei der Justiz sowie der Polizei.

Seit Jahren biete ich spezielle Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen an.

Im Juli 2000 habe ich den 2. Lehrergrad im Wing Tsun, nach mehrtägigen praktischen Prüfungen sowie einer theoretischen Abhandlung über Wing Tsun, verliehen bekommen.

Seit dem 12.04.2002 bin ich Sifu im Wing Tsun Leung Ting-System, hierzu wurde ich von meinem Si-Fu K. R. Kernspecht ernannt.

Seit 26.März 2003 habe ich den 3. Lehrergrad im Wing Tsun, nach mehrtägigen praktischen Prüfungen sowie einer theoretischen Hausaufgabe , verliehen bekommen.

Am 8.12.2007 habe ich, Sifu Hubert Werner, die Prüfung zum 4. Lehrergrad WingTsun bei Großmeister K.R. Kernspecht bestanden.

 

Am 08.06.2012 wurde ich von Großmeister K.R. Kernspecht zum 5. Meistergrad WingTsun EWTO ernannt.


Auch in anderen Kampfsportstilen habe ich im Laufe der Jahre praktische Erfahrungen gesammelt u.a. Shotokan Karate, Kyokushin Karate, Judo, Ringen, Thai Boxen, Ju-Jutsu, Kendo.